Kurzbeschreibung

Bild: Bernhard+Partner
Das Haus der Astronomie (HdA), ein einzigartiges Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit und Didaktik der Astronomie, wurde Ende 2008 von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. und der Klaus Tschira Stiftung gGmbH gegründet. Die Klaus Tschira Stiftung finanziert das Gebäude und eine angemessene Grundausstattung. Die Leitung des Hauses obliegt der Max-Planck-Gesellschaft und wird durch das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA), auf dessen Gelände das Gebäude errichtet wird, wahrgenommen.
Im Herbst 2011 werden die Mitarbeiter ein eigenes Gebäude auf dem Königstuhl in Heidelberg beziehen, das mit einem Hörsaal mit Kuppelprojektion, Arbeits-, Labor- und Seminarräumen erstklassige Arbeitsbedingungen bieten wird.
Ein Haus für die Astronomie in Heidelberg
Das Haus der Astronomie soll die diversen Aktivitäten, mit denen Heidelberger Astronomen ihr faszinierendes Fach in die Öffentlichkeit tragen, bündeln und intensivieren. Zum Aktivitätenspektrum gehören öffentliche Vorträge und Workshops, Beobachtungsabende und die Beteiligung an Ausstellungen. Außerdem fördert das HdA verstärkt den Austausch zwischen den astronomischen Fachwissenschaftlern, in Heidelberg und darüber hinaus. Die Mitarbeiter des HdA unterstützen nicht nur die Heidelberger Astronomen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit: Im Rahmen eines Pilotprojekts ist das HdA seit Mitte 2009 der deutsche Knoten des ESO Science Outreach Network, eines Netzwerks von Wissenschafts-kommunikatoren, die auf nationaler Ebene an der Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen Südsternwarte teilnehmen, des produktivsten bodengebundenen Observatoriums der Welt.
Weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Wissenschaftler und Forscher von morgen. Das HdA führt Workshops für Schüler sowie Lehrerfortbildungen durch und beteiligt sich an der Ausbildung der Lehramtsstudenten für das Fach Physik an der Universität Heidelberg. Auch auf diesem Sektor wirkt das HdA weit über Heidelberg hinaus: In Fortführung des seit 2005 in Verbindung mit der Zeitschrift Sterne und Weltraum entwickelten Projekts Wissenschaft in die Schulen! werden Materialien entwickelt, die es Physiklehrern auch ohne weitergehende Vorkenntnisse ermöglichen, astronomische Spitzenforschung in ihren Unterricht einzubinden. Die Klaus Tschira Stiftung hat dieses Projekt von 2005 bis November 2009 gefördert. HdA-Mitarbeiter nehmen bundesweit an Lehrerfortbildungen, Sommerschulen und Vortragsveranstaltungen teil. Geplant ist außerdem der Aufbau eines Netzwerks von schulischen Astronomie-AGs.
Das HdA und seine Partner
Für die Leitung des Hauses der Astronomie hat das MPIA den Astrophysiker und Wissenschaftskommunikator Dr. Markus Pössel gewinnen können, der zum Jahresbeginn 2009 seine Arbeit aufgenommen hat. Die Max-Planck-Gesellschaft übernimmt einen Teil der Betriebskosten.
Weitere Partner tragen zur Personalausstattung bei: Die Universität Heidelberg trägt durch ihr Zentrum für Astronomie eine Stelle bei, deren Anschubfinanzierung durch die Klaus Tschira Stiftung und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg geleistet wird. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg wird ab 2011 für jeweils zwei Jahre einen Physiklehrer oder eine Physiklehrerin an das HdA abordnen. Die Stadt Heidelberg trägt eine Stelle für einen Physikdidaktiker bei. Über Beiträge weiterer Partner wird derzeit noch verhandelt.
Noch zwei weitere Institutionen sollen im Haus der Astronomie ihren Platz finden: Die Redaktion der erfolgreichsten deutschsprachigen Astronomiezeitschrift, Sterne und Weltraum, die seit 1962 auf dem Königstuhl herausgegeben wird und im Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft (Nature Publishing Group) erscheint, und die Astronomieschule e.V., die seit 2005 auf dem Königstuhl bei der Landessternwarte mit großem Erfolg Veranstaltungen für Kinder, Eltern und die allgemeine Öffentlichkeit sowie für Erzieher, Lehrer und Schülergruppen durchführt.
Weitere Informationen über die Vorgeschichte des Projekts bietet ein Beitrag des Initiators des Projekts, Jakob Staude, in der Zeitschrift Sterne und Weltraum: Das "Haus der Astronomie".
